Kategorie: DEUTSCH

Erntebereicht 2020 – Ein Jahrgang wie keiner zuvor !

Dieses Jahr haken wir am liebsten ganz rasch ab. Die Corona – Pandemie überschattete den gesamten Jahresverlauf und stellte uns vor große Herausforderungen, die wenig mit dem Vegetationsverlauf, aber sehr viel mit der Organisation der täglichen Arbeiten in Weinberg, Keller, Verwaltung und im Marketing zu tun hatten. Bereits im Oktober 2019 hatten uns die WTO genehmigten Strafzölle der amerikanischen Regierung wegen unerlaubter Airbus – Subventionen in unserem stärksten Absatzmarkt hart getroffen. Der weltweite „Shutdown“ der Restaurant – und Fachhandelsbetriebe zur Verminderung der Ansteckungsrisiken ab März 2020 war für uns ein zweiter Rückschlag, der uns in April und Mai sehr zu schaffen machte. Nach der Wiedereröffnung von Hotels, Restaurants und des Einzelhandels zu Pfingsten änderte sich die Situation schlagartig: Den ganzen Sommer und Herbst über – bis zum erneuten Shutdown Anfang November – hatten wir täglich Besucher aus allen Teilen Deutschlands, die mangels Fernreisen u.a. die Mosel kennen lernen wollten. In dieser Hinsicht brachte die Pandemie für uns eine positive Wendung. Auch der Export entwickelte sich im Sommer entgegen unseren Erwartungen sehr positiv, wenn auch mit dem Schwerpunkt Süd-Ost-Asien.

Beim Weinjahrgang 2020 sprechen wir von einem „neidischen Herbst“. Zum Glück sind wir im Gegensatz zu Kollegen mit unseren Weinbergen von Spätfrösten, Hagelunwettern und stärkerem Schädlings- sowie Pilzbefall verschont geblieben und hatten damit Glück im Unglück. Dass es scheint, keinen Winter mehr zu geben, daran haben wir uns in den letzten Jahren gewöhnt. Ein sehr sonniger und auch feuchter April sorgte für einen zeitigen Austrieb der Reben, auch befördert durch ergiebige Regenfälle zu Beginn des Monats Mai, so dass die folgende sonnige Trockenperiode für einen nahezu problemlosen Vegetationsverlauf sorgte. Die Blüte setzte zeitig um Pfingsten ein und bei hochsommerlichen Temperaturen in Juni und Juli wuchsen die Reben gesund heran. Von Trockenstress blieben unsere Ertragsanlagen weitestgehend verschont, jedoch litten verschiedene Weinberge unter Sonnenbrand. Diese Schäden hielten sich allerdings in Grenzen. Der Entwicklungsvorsprung der Reben betrug drei Wochen gegenüber dem langjährigen Mittel. Die Trauben reiften sehr rasch, obwohl trotz üppigen Sonnenscheins die hohen Temperaturen der beiden voran-gegangenen Jahre zum Glück nicht erreicht wurden.

Wir starteten die Traubenlese sehr früh am 13. September und waren froh, bis Ende September die Trauben für unsere klassischen Riesling–Kabinett–Weine geerntet zu haben, ehe unbeständiges Wetter zu Beginn des Monats Oktober die Lese immer wieder unterbrechen ließ. Bei gleichzeitig kühler Witterung blieben die Trauben jedoch weiterhin kerngesund, so dass wir reife und aromatisch reintönige Weine erwarten dürfen. Während wir von einer überraschend guten Menge sprechen können, kletterten die Mostgewichte nur sehr selten in Spät- und Auslesebereiche, obwohl wir in mühevoller Selektionsarbeit auch eine kleine Menge Trockenbeerenauslese aus der Wehlener Sonnenuhr einbrachten. Die Lese endete am 19. Oktober. Die Fruchtsäuren sind reif und liegen in etwa in der Höhe des Jahrgangs 2019. Im Ergebnis glauben wir den Jahrgang 2020 mit dem Jahrgang 2016 vergleichen zu können.

Für unsere Weine des Jahrgangs 2019 haben wir von Vertretern der nationalen und internationalen Weinpresse sehr viel Lob und Anerkennung erfahren. Das bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Wir wünschen Ihnen in den kommenden Wochen und Monaten vor allen Dingen Gesundheit und ein sorgenfreieres Jahr 2021.

Wir wünschen Ihnen frohe Fest- und Feiertage und einen gesundes Jahr 2021!

Dr. Dirk und Constantin Richter

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Update Covid-Pandemie / Bestellmöglichkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Weinfreunde,

Um Ihnen die Bestellung unserer Weine ab Hof zu erleichtern, haben wir HIER einen Online-Shop mit Bestellmöglich- keit für die Dauer der Krise eingerichtet. Die üblichen Bestellmöglichkeiten bleiben natürlich weiterhin bestehen! Haben Sie Fragen ? Rufen Sie bitte an oder senden Sie eine E-Mail.

Sollte es in Ihrer Nähe ein Weinfachhandel geben, der unsere Weine führt, würden wir uns natürlich freuen, wenn Sie sich an diesen Händler wenden würden. In dieser schwierigen Situation unterstützen wir gerne unsere Partner im Fach- einzelhandel! Gerne können wir Ihnen bei der Suche nach einem passenden Händler behilflich sein. Nichtsdestotrotz stehen wir Ihnen auch direkt für Bestellungen ab Hof zur Verfügung.

Bleiben Sie Gesund !
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dirk Richter und Constantin Richter

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Aktuelle Situation – Covid-19

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Weinfreunde,

Die Covid-19 Krise hat unseren Alltag schlagartig verändert. Soziale Kontakte müssen auf ein notwendiges Mindestmaß eingeschränkt werden. Wir verbringen wieder mehr Zeit zu Hause mit der Familie, Zeit und Gelegenheit also, alleine oder gemeinsam, eine gute Flasche Wein zu genießen.

Die ersten Weine des Jahrgangs 2019 sind abgefüllt und somit verfügbar. Die Rieslinge dieses Jahrgangs gleichen in ihrer Struktur und ihrem Geschmacksbild denen des Jahrgangs 2017. Die Weine des Jahrgangs 2018 hingegen verfügen über einen sehr runden, mundfüllenden Charakter, verbunden mit einer moderaten, sehr reifen Fruchtsäure.

Auch wenn Verkostungen aufgrund der aktuellen Situation leider nicht mehr möglich sind, sind wir doch weiterhin erreichbar. Sollten Sie Interesse an unseren Weinen haben zögern Sie nicht uns digital oder telefonisch zu kontaktieren. Unser Weinversand steht Ihnen weiterhin zu Verfügung, sowie die direkte Abholung bei uns vor Ort.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dirk Richter und Constantin Richter

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Erdener Treppchen

„Per aspera ad astra“, vielleicht nirgendwo versinnbildlicht diese Redewendung die Arbeit in den Weinbergen besser als im Erdener Treppchen. Eng an steile Felsen schmiegen sich hier die Weinberge und sind so steil, dass sie nur durch eine kleine, in den Berg getriebene, Treppe zu erreichen sind. Doch die Mühen werden belohnt. Der eisenhaltige, rote Schieferboden bringt rassige und sehr komplexe Weine hervor, die durch ihre intensive, fast würzige, Mineralität überzeugen. So führt der Weg zu den Sternen wahrlich über raue Pfade.

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Wehlener Sonnenuhr

Eingerahmtvon schroffen Felsen liegt die Sonnenuhr, der die umliegenden Weinberge ihren Namen verdanken. In diesem sehr steilen Weinberg dominiert der typische Blauschiefer der Moselhänge. Aufgrund seiner steinig, flachgründigen Natur ist dieser frisch verwitternde Tonschieferboden sehr gut durchlüftet und gibt den Reben optimale Wachstumsbedingungen. Die Ausrichtung der steilen Hänge liegt in süd-/südwestlicher Richtung. Diese Exposition begünstigt eine optimale Sonneneinstrahlung.
Die Wasserversorgung wird durch das bewaldete Plateau über den Weinbergen sichergestellt. Die Weine dieser Lage überzeugen durch ihren eleganten Charakter, bestehend aus einer Kombination von reifen gelben Früchten und einer kräftigen Mineralität.

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Graacher Dompropst und Himmelreich

Wie bei vielen anderen Weinlagen an der Mosel lässt sich auch in Graach der ursprüngliche Haupteigentümer der Weinberge an der Namensgebung erkennen. Bis zur Säkularisation des Kirchenbesitzes im Jahre 1803 befand sich ein Großteil der Gemarkung in Händen des Bischofs von Trier. So war der Zinsertrag der Weinberge aus dem Herzstück der Graacher Weinberge, dem besten Teil der Weinberge oder im Vergleich zum Burgund die „Grand Cru Lage“, für den Propst des Trierer Domes bestimmt, daher der Name „Dompropst“. Der Name „Himmelreich“ lässt sich auf die Verbindung von Kirche und der Hoffnung der Winzer auf „himmelsgleiche“ Tropfen zurückführen.
Der in südwestlicher Expostition gelegene Steilhang von Graach schließt sich direkt an die Wehlener Sonnenuhr an, hat jedoch einen erheblich tiefgründigeren und kräftigeren Boden. Obwohl auch hier Blauschiefer vorherrscht, sind die Graacher Weine oft kräftiger und breitschultriger als ihre Nachbarn. Dies liegt am vergleichsweise hohen Tonanteil und der damit verbunden alluvialen Stein- und Flußkiesel. Neben Zitrusnoten dominieren oft kräutrige, florale Noten, sowie komplexe Mineralität von Schiefer und Feuerstein

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Mülheimer Sonnenlay

Die Mülheimer Sonnenlay ist unsere Hauslage am ehemaligen Umlaufberg der Mosel, südlich von Mülheim gelegen. Der Name Sonnenlay setzt sich zusammen aus Sonne und Lay, dem moselfränkischen Wort für Schiefer. Damit wären auch schon die Hauptcharakteristika dieser Weinlage eingegrenzt; in westlicher Ausrichtung gelegen, verfügen die teilweise extrem steilen Weinberge über einen skelettreichen Schieferboden der durch den ehemaligen Flusslauf der Mosel mit Sand, Steinen und Lehm angereichert ist. Dieser Boden verbindet typische Schiefermineralität mit elegante Frucht.
Aus der Lage Mülheimer Sonnenlay stammen auch die Trauben für unseren Lagensekt. Die Weine aus der Mülheimer Sonnenlay wurden in den 1920er und 1930er Jahren in den luxuriösen Restaurants der Zeppeline auf ihren Atlantiküberquerungen serviert. Aufgrund dieser Tatsache werden heute noch Weine dieser Lage weltweit als „Zeppelinwein“ vermarktet, ausgestattet mit dem Orginaletikett aus den 1920er Jahren, das der Bauhauskünstler Hans Schlösser entworfen hat.

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Helenenkloster

Die knapp 1ha große Lage Mülheimer Helenenkloster befindet sich im Alleinbesitz unseres Weingutes. Die Ursprünge des Weinberges gehen auf ein mittelalterliches Kloster zurück, dessen Fundamente noch heute teilweise unter dem Weinberg liegen. Das Helenenkloster befindet sich auf einem Hügel am Ortsrand, von dem aus das ganze Moseltal überblickt werden kann. Genau an dieser Stelle begegnete unser Vorfahr Franz Ludwig Niessen im November 1813 dem geschlagenen Kaiser Napoleon I., der sich nach der Niederlage in der Völkerschlacht von Leipzig auf dem Rückzug über die Mosel in die Eifel-Ardennen befand. Durch eine Zahlung von 3000 Goldtalern bewahrte Niessen Mülheim und die Grafschaft Veldenz vor der Plünderung durch Napoleons verbliebenen Truppenresten. Der Weinberg selbst liegt in südwestlicher Ausrichtung und ist im Vergleich zu den Steilstlagen in Wehlen, Graach oder Brauneberg eher sanft ansteigend. Auch verfügt er über einen sehr tiefgründigen Schieferboden mit einem hohen Anteil an Lehm und Feinerde. Durch diesen Boden gedeihen hier besonders kräftige und ausdauernde Reben, die es uns ermöglichen, hier regelmäßig unseren Riesling Eiswein zu ernten, da die Trauben sehr lange gesund und widerstandsfähig bleiben.

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Brauneberger Juffer

Der Brauneberg gehört zu den bekanntesten Weinbergen der Mosel und genießt weltweiten Ruf. Der Name Juffer leitet sich von dem ehemaligen Besitz eines Nonnenklosters ab, das dort umfangreiche Besitzungen hatte. Die Einzellage Juffer-Sonnenuhr umfasst das Herzstück des Berges, wo inmitten von Felsen um eine Sonnenuhr herum die besten Parzellen liegen. Der Brauneberg mit einer Steigung von bis zu 80% liegt in südlicher Exposition parallel zum Flusslauf. Der Boden besteht aus blaugrauen Devonschiefer mit sehr hohem Steinanteil, sowie Einschlüssen von Eisenmineralien, die den Berg im Winter braun erscheinen lassen.
Daher der Name: Brauneberg. Der Besitzanteil unseres Weingutes im Brauneberg geht bis auf das Jahr 1643 zurück; durch einen Kaufvertrag vom 17. April 1643 ist der Erwerb einer Parzelle belegt. Die Weine des Braunebergs bestechen durch ihre Eleganz und die klar definierten Aromen von Zitrusfrüchten, weißen Pfirsichen und reifen gelben Früchten. Neben diesen opulenten Fruchtaromen sorgt der Eisenanteil im Boden für Würze und lebhafte Mineralität des Weines.

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Veldenzer Eisenberg

Der Veldenzer Elisenberg umfasst den Weinberg, der unserem Vorfahren Franz Ludwig Niessen, dem Großvater von Max Ferd. Richter, von der Bevölkerung der Grafschaft geschenkt wurde, nachdem dieser die Bedrohung durch Napoleon I. abwehren konnte. Benannt ist der Weinberg nach der früh verstorbenen Königin Luise von Preußen; aus Luisen‘s Weinberg wurde mit der Zeit Elisenberg. Der in süd-südwestlicher Exposition gelegene Weinberg verfügt über ein besonderes Mikroklima und einen einzigartigen Boden mit hohem Quarzitanteil, der zu einem ganz besonderen Weinstil beiträgt. In den Weinen aus dem Elisenberg dominieren Aromen von roten Beerenfrüchten, wie Himbeeren, Brombeeren und Schwarze Johannisbeeren und bilden zusammen mit der komplexen Säurestruktur sehr verspielte und langlebige Weine. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts genießen Weine aus dem Elisenberg hohes internationales Ansehen, und die Lage Elisenberg(er) wird in einem Atemzug mit den anderen großen Lagen der Mosel wie Brauneberg, Piesporter Goldtröpfchen, Wehlener Sonnenuhr oder Scharzhofberger genannt. Auch wurde unserem Betrieb bis heute mehrfach die Ehre zuteil, Weine aus diesem Weinberg an das englische Königshaus zu liefern.

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