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Vinum WeinGuide
Das wahrhaft größte Kapital des Mülheimer Weingutes liegt in den Weinbergen mit ihren Alten Reben. So wurde etwa ein Teil der Rebanlage in der Wehlener Sonnenuhr bereits im Jahr 1890 gepflanzt und ist somit gute 130 Jahre alt. Andere Parzellen sind mit 80 bis 90 Jahre alten Rebstöcken bepflanzt.
Die Bedeutung dieser großartigen Altbestände wird uns Jahr um Jahr zunehmend gewahr, auch weil Hitze und Trockenheit mehr und mehr zum Altag der Rebe im Weinberg gehören. Und da zeigt es sich später im Wein, ob sie gegen diese Unbilden der Natur gewappnet ist. Es ist einfach so, und die Probe der 2022er Weine des Gutes zeigt es beeindruckend: Die Weine aus Alten Reben haben ein viel intensiveres, differenziertes Geschmacksbild bereit und sind zudem eindeutig haltbarer. Die Lagentypik wird sogar im rest- und edelsüßen Segment perfekt abgebildet. Der Höhepunkt waren in diesem die zwei Sonnenuhr- Auslesen mit ihrem schwebenden Säurespiel, die Brauneberger Juffer-Sonnenuhr und die Wehlener Sonnenuhr. Überaus beeindruckend und völlig zu Recht in unserer Liste der Spitzenweine gelandet. (Vinum WeinGuide Deutschland 2024)
Besser war knochentrockener Mosel-Riesling womöglich noch nie. Marcus Hofschuster Wein-Plus.eu
„Wären Weine lackiert wie Autos, gäbs für Constantin Richters Sonnenuhr „Uralte Reben“ nur eine Farbe: British Racing Green. Weil das schönstes britisches Understatement ist, was der Wein da treibt. Bis man ihn freilässt…
Jahrzehnte hab ich mir gewünscht, die besten Lagen der Mosel auch in völlig trockenen Weinen erleben zu können. Nicht, weil ich ein Zuckerhasser bin, wie man mir nachzusagen pflegt. Sondern weil ich überzeugt war, dass trockene Moselweine keinen Restzucker brauchen, um erstklassig zu sein.
Inzwischen scheint es immer mehr Produzenten ähnlich zu gehen; jedes Jahr, so scheint es, werden mehr trockene Mosel-Rieslinge ganz trocken ausgebaut, auch wenn sie immer noch eher Nische sind als Trend. Die Ergebnisse sind unterschiedlich. Wo immer schon echte Substanz fehlte, weil man sich zu lange auf die helfende Süße verließ, wird das ohne Zucker eben nur noch deutlicher. Aber die Winzer lernen dazu – und der Klimawandel hilft wohl auch mit.
Seit einigen Jahren kann man Constantin Richter dabei beobachten, wie er sich zu einem echten Meister des knochentrockenen Rieslings entwickelt. Sein 24er Jahrgang ist wohl der stärkste, den ich in dieser Hinsicht bislang erlebt habe, diese Sonnenuhr einer der größten völlig trockenen Mosel-Weine überhaupt.
Dabei fängt er ganz leise an, schlank, kühl, elegant und fein, wenn auch erkennbar mit Substanz und Druck. Wie er dann aber langsam auffächert, Schicht um Schicht freilegt und an Tiefe und Energie gewinnt, dabei aber immer ganz Sonnenuhr bleibt, das ist es tatsächlich mal: das große Kino!
Das wird sicher nicht Jedem schmecken, dazu ist das zu ungewohnt, auch muss man sich dieses Erlebnis erarbeiten. Der Wein springt einen nicht an. Wer noch skeptisch ist und nicht gleich 40€ ausgeben will, der kann ja mit den „Alten Reben“ aus Graach und Brauneberg anfangen. Auch das sind schon kleine Meisterwerke – und kosten keine 20€. Aber nicht jammern, wenn Ihr auf den Geschmack kommt, und von den „Uralten Reben“ ist nix mehr da!“
Glockenklar: Max Ferdinand Richter, Pinot Noir 2023 – Manfred Klimek – Welt am Sonntag
„Der erste von zwei beachtlichen Mosel-Pinot-Noir, mit filigraner Hand und beeindruckender Klarheit gekeltert. Der Winzer exportiert davon eine Menge der verglichen mit Riesling wenigen Flaschen des Guts in die USA, wo dieser Burgunder als anständiges Glas Rotwein gerade viele teurere, einfache Burgunder aus Frankreich in der gehobenen Gastronomie ablöst. Die rote Frucht wirkt glockenklar, absolut burgundisch in der Aromatik, aber mit dieser moselanischen Leichtigkeit im Tannin, die ihn gefährlich trinkfreudig macht. Zart, präzise, unaufgeregt – ein idealer Begleiter für festliche Vorspeisen und leichte Fleischgerichte. Dieser Pinot Noir zeigt, dass Constantin Richter nicht nur Riesling perfekt zu keltern vermag, sondern Rotwein mit überraschender Feinheit denken kann. Immer mit dabei: ein lecker Stück Salze des Schieferterroirs.“
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