Kategorie: DEUTSCH

Update Covid-Pandemie / Bestellmöglichkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Weinfreunde,

Um Ihnen die Bestellung unserer Weine ab Hof zu erleichtern, haben wir HIER einen Online-Shop mit Bestellmöglich- keit für die Dauer der Krise eingerichtet. Die üblichen Bestellmöglichkeiten bleiben natürlich weiterhin bestehen! Haben Sie Fragen ? Rufen Sie bitte an oder senden Sie eine E-Mail.

Sollte es in Ihrer Nähe ein Weinfachhandel geben, der unsere Weine führt, würden wir uns natürlich freuen, wenn Sie sich an diesen Händler wenden würden. In dieser schwierigen Situation unterstützen wir gerne unsere Partner im Fach- einzelhandel! Gerne können wir Ihnen bei der Suche nach einem passenden Händler behilflich sein. Nichtsdestotrotz stehen wir Ihnen auch direkt für Bestellungen ab Hof zur Verfügung.

Bleiben Sie Gesund !
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dirk Richter und Constantin Richter

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Aktuelle Situation – Covid-19

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Weinfreunde,

Die Covid-19 Krise hat unseren Alltag schlagartig verändert. Soziale Kontakte müssen auf ein notwendiges Mindestmaß eingeschränkt werden. Wir verbringen wieder mehr Zeit zu Hause mit der Familie, Zeit und Gelegenheit also, alleine oder gemeinsam, eine gute Flasche Wein zu genießen.

Die ersten Weine des Jahrgangs 2019 sind abgefüllt und somit verfügbar. Die Rieslinge dieses Jahrgangs gleichen in ihrer Struktur und ihrem Geschmacksbild denen des Jahrgangs 2017. Die Weine des Jahrgangs 2018 hingegen verfügen über einen sehr runden, mundfüllenden Charakter, verbunden mit einer moderaten, sehr reifen Fruchtsäure.

Auch wenn Verkostungen aufgrund der aktuellen Situation leider nicht mehr möglich sind, sind wir doch weiterhin erreichbar. Sollten Sie Interesse an unseren Weinen haben zögern Sie nicht uns digital oder telefonisch zu kontaktieren. Unser Weinversand steht Ihnen weiterhin zu Verfügung, sowie die direkte Abholung bei uns vor Ort.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dirk Richter und Constantin Richter

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Erntebericht 2019 des Weinguts Max Ferd. Richter

Was für ein Sommer! Sonnenschein von April bis November! Diesen ersten Satz unseres Ernteberichtes 2018 hätten wir beinahe unverändert übernehmen können, wenn sich in der 2. Septemberhälfte das Wetter nicht gänzlich gedreht hätte.

Das Jahr 2019 begann ähnlich wie das Jahr 2018: Einem relativ milden und feuchten Winter folgte im April eine Phase warmen, sonnigen Wetters, so dass der Austrieb zügig einsetzte. Von Spätfrösten weitestgehend verschont entwickelten sich die Reben sehr zügig und die Vollblüte setzte Anfang Juni ein, leicht vor dem langjährigen Durchschnitt. Die Monate Juni und Juli brachten ausgesprochen warme, zeitweise sehr heiße Temperaturen, die in jüngeren Anlagen zu Trockenschäden führten, wohingegen die tiefwurzelnden Reben der Ertragsanlagen ausreichend Bodenfeuchtigkeit fanden. Ergiebige Niederschläge Ende Juli und Anfang August kamen rechtzeitig genug, um einen durch die Trockenheit bedingten Entwicklungsstau zu beenden. Die Hitze forderte allerdings auch ihren Tribut. Einige Weinbergsparzellen waren massiv von Sonnenbrand betroffen, so dass junge Gescheine förmlich zu „Mumien“ eintrockneten und später bei der Lese herausgeschnitten werden mussten.

Bis zur Mitte des Monats September sorgten warme, trockene Tage und kühle Nächte für perfekte Reifebedingungen und Aromaausbildung. Alles deutete auf eine entspannte Lese hin. Die Entwicklung der Mostgewichte und Säurewerte ließ einen klassischen Riesling-Jahrgang erwarten.

Wir begannen am 20. September mit der Ernte der Trauben für Kabinettweine und feinherbe Qualitäten und hatten bereits einen Großteil dieses Ernteabschnittes abgeschlossen, rechtzeitig bevor das Wetter all unsere Planungen auf den Kopf stellte. Ende September und den ganzen Monat Oktober setzten die von vielen herbeigesehnten Niederschläge ein, jedoch für uns Winzer zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Wir mussten die Trauben in den trockenen Tagesabschnitten förmlich nach Hause stehlen. Warme und feuchte Witterung ließen die Trauben rasch reifen; es stellte sich Fäulnis ein und die Erntemenge wurde durch Verdunstung zusehends kleiner. Glück im Unglück: Die Reife der Trauben führte zur Bildung von Edelfäule (Botrytis), die den Riesling Spät- und Auslesen ihren besonderen Stempel aufdrückt. In selektiver Handlese ernteten wir die ganze Bandbreite von Rebsorten-, Orts- und Prädikatsweinen bis hin zur Trockenbeerenauslese aus der Wehlener Sonnenuhr. Qualitativ sind wir mit dem Jahrgang 2019 sehr zufrieden, da der eingefangene Sonnenschein sich trotz des schwierigen Herbstes in Stil und Geschmack des neuen Jahrgangs sehr positiv wiederfinden wird. Allein die Menge liegt um 30% unter dem Vorjahresergebnis. Wir erwarten Weine von großem Reifepotential und ausgesprochen guter Lagerfähigkeit.

Derzeit stehen die Rieslinge des Jahrgangs 2018 im Focus. Wir erhielten von den einschlägigen Weinführern „Vinum“ und „GaultMillau“ herausragende Bewertungen. An der Spitze stehen die beiden Trockenbeerenauslesen aus der Brauneberger Juffer-Sonnenuhr und der Wehlener Sonnenuhr. Der „Wine Advocate“ von Robert Parker,“ MoselFineWines“ von Jean Fisch und David Rayer, der Schweizer Blogger Yves Beck und auch Marcus Hofschuster von „WeinPlus“ zählen unsere Gewächse zur absoluten Gebietsspitze, wobei letzterer besonders die trockenen „Großen Gewächse“ hervorhebt.
Diese Auszeichnungen belegen, dass unsere Bemühungen, Ihnen absolute Spitzenweine anzubieten, von der Fachpresse bestätigt und honoriert werden.

Wir wünschen Ihnen frohe Fest- und Feiertage und ein gesundes Jahr 2020!

Dr. Dirk und Constantin Richter

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Erdener Treppchen

„Per aspera ad astra“, vielleicht nirgendwo versinnbildlicht diese Redewendung die Arbeit in den Weinbergen besser als im Erdener Treppchen. Eng an steile Felsen schmiegen sich hier die Weinberge und sind so steil, dass sie nur durch eine kleine, in den Berg getriebene, Treppe zu erreichen sind. Doch die Mühen werden belohnt. Der eisenhaltige, rote Schieferboden bringt rassige und sehr komplexe Weine hervor, die durch ihre intensive, fast würzige, Mineralität überzeugen. So führt der Weg zu den Sternen wahrlich über raue Pfade.

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Wehlener Sonnenuhr

Eingerahmtvon schroffen Felsen liegt die Sonnenuhr, der die umliegenden Weinberge ihren Namen verdanken. In diesem sehr steilen Weinberg dominiert der typische Blauschiefer der Moselhänge. Aufgrund seiner steinig, flachgründigen Natur ist dieser frisch verwitternde Tonschieferboden sehr gut durchlüftet und gibt den Reben optimale Wachstumsbedingungen. Die Ausrichtung der steilen Hänge liegt in süd-/südwestlicher Richtung. Diese Exposition begünstigt eine optimale Sonneneinstrahlung.
Die Wasserversorgung wird durch das bewaldete Plateau über den Weinbergen sichergestellt. Die Weine dieser Lage überzeugen durch ihren eleganten Charakter, bestehend aus einer Kombination von reifen gelben Früchten und einer kräftigen Mineralität.

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Graacher Dompropst und Himmelreich

Wie bei vielen anderen Weinlagen an der Mosel lässt sich auch in Graach der ursprüngliche Haupteigentümer der Weinberge an der Namensgebung erkennen. Bis zur Säkularisation des Kirchenbesitzes im Jahre 1803 befand sich ein Großteil der Gemarkung in Händen des Bischofs von Trier. So war der Zinsertrag der Weinberge aus dem Herzstück der Graacher Weinberge, dem besten Teil der Weinberge oder im Vergleich zum Burgund die „Grand Cru Lage“, für den Propst des Trierer Domes bestimmt, daher der Name „Dompropst“. Der Name „Himmelreich“ lässt sich auf die Verbindung von Kirche und der Hoffnung der Winzer auf „himmelsgleiche“ Tropfen zurückführen.
Der in südwestlicher Expostition gelegene Steilhang von Graach schließt sich direkt an die Wehlener Sonnenuhr an, hat jedoch einen erheblich tiefgründigeren und kräftigeren Boden. Obwohl auch hier Blauschiefer vorherrscht, sind die Graacher Weine oft kräftiger und breitschultriger als ihre Nachbarn. Dies liegt am vergleichsweise hohen Tonanteil und der damit verbunden alluvialen Stein- und Flußkiesel. Neben Zitrusnoten dominieren oft kräutrige, florale Noten, sowie komplexe Mineralität von Schiefer und Feuerstein

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Mülheimer Sonnenlay

Die Mülheimer Sonnenlay ist unsere Hauslage am ehemaligen Umlaufberg der Mosel, südlich von Mülheim gelegen. Der Name Sonnenlay setzt sich zusammen aus Sonne und Lay, dem moselfränkischen Wort für Schiefer. Damit wären auch schon die Hauptcharakteristika dieser Weinlage eingegrenzt; in westlicher Ausrichtung gelegen, verfügen die teilweise extrem steilen Weinberge über einen skelettreichen Schieferboden der durch den ehemaligen Flusslauf der Mosel mit Sand, Steinen und Lehm angereichert ist. Dieser Boden verbindet typische Schiefermineralität mit elegante Frucht.
Aus der Lage Mülheimer Sonnenlay stammen auch die Trauben für unseren Lagensekt. Die Weine aus der Mülheimer Sonnenlay wurden in den 1920er und 1930er Jahren in den luxuriösen Restaurants der Zeppeline auf ihren Atlantiküberquerungen serviert. Aufgrund dieser Tatsache werden heute noch Weine dieser Lage weltweit als „Zeppelinwein“ vermarktet, ausgestattet mit dem Orginaletikett aus den 1920er Jahren, das der Bauhauskünstler Hans Schlösser entworfen hat.

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Helenenkloster

Die knapp 1ha große Lage Mülheimer Helenenkloster befindet sich im Alleinbesitz unseres Weingutes. Die Ursprünge des Weinberges gehen auf ein mittelalterliches Kloster zurück, dessen Fundamente noch heute teilweise unter dem Weinberg liegen. Das Helenenkloster befindet sich auf einem Hügel am Ortsrand, von dem aus das ganze Moseltal überblickt werden kann. Genau an dieser Stelle begegnete unser Vorfahr Franz Ludwig Niessen im November 1813 dem geschlagenen Kaiser Napoleon I., der sich nach der Niederlage in der Völkerschlacht von Leipzig auf dem Rückzug über die Mosel in die Eifel-Ardennen befand. Durch eine Zahlung von 3000 Goldtalern bewahrte Niessen Mülheim und die Grafschaft Veldenz vor der Plünderung durch Napoleons verbliebenen Truppenresten. Der Weinberg selbst liegt in südwestlicher Ausrichtung und ist im Vergleich zu den Steilstlagen in Wehlen, Graach oder Brauneberg eher sanft ansteigend. Auch verfügt er über einen sehr tiefgründigen Schieferboden mit einem hohen Anteil an Lehm und Feinerde. Durch diesen Boden gedeihen hier besonders kräftige und ausdauernde Reben, die es uns ermöglichen, hier regelmäßig unseren Riesling Eiswein zu ernten, da die Trauben sehr lange gesund und widerstandsfähig bleiben.

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Brauneberger Juffer

Der Brauneberg gehört zu den bekanntesten Weinbergen der Mosel und genießt weltweiten Ruf. Der Name Juffer leitet sich von dem ehemaligen Besitz eines Nonnenklosters ab, das dort umfangreiche Besitzungen hatte. Die Einzellage Juffer-Sonnenuhr umfasst das Herzstück des Berges, wo inmitten von Felsen um eine Sonnenuhr herum die besten Parzellen liegen. Der Brauneberg mit einer Steigung von bis zu 80% liegt in südlicher Exposition parallel zum Flusslauf. Der Boden besteht aus blaugrauen Devonschiefer mit sehr hohem Steinanteil, sowie Einschlüssen von Eisenmineralien, die den Berg im Winter braun erscheinen lassen.
Daher der Name: Brauneberg. Der Besitzanteil unseres Weingutes im Brauneberg geht bis auf das Jahr 1643 zurück; durch einen Kaufvertrag vom 17. April 1643 ist der Erwerb einer Parzelle belegt. Die Weine des Braunebergs bestechen durch ihre Eleganz und die klar definierten Aromen von Zitrusfrüchten, weißen Pfirsichen und reifen gelben Früchten. Neben diesen opulenten Fruchtaromen sorgt der Eisenanteil im Boden für Würze und lebhafte Mineralität des Weines.

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Veldenzer Eisenberg

Der Veldenzer Elisenberg umfasst den Weinberg, der unserem Vorfahren Franz Ludwig Niessen, dem Großvater von Max Ferd. Richter, von der Bevölkerung der Grafschaft geschenkt wurde, nachdem dieser die Bedrohung durch Napoleon I. abwehren konnte. Benannt ist der Weinberg nach der früh verstorbenen Königin Luise von Preußen; aus Luisen‘s Weinberg wurde mit der Zeit Elisenberg. Der in süd-südwestlicher Exposition gelegene Weinberg verfügt über ein besonderes Mikroklima und einen einzigartigen Boden mit hohem Quarzitanteil, der zu einem ganz besonderen Weinstil beiträgt. In den Weinen aus dem Elisenberg dominieren Aromen von roten Beerenfrüchten, wie Himbeeren, Brombeeren und Schwarze Johannisbeeren und bilden zusammen mit der komplexen Säurestruktur sehr verspielte und langlebige Weine. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts genießen Weine aus dem Elisenberg hohes internationales Ansehen, und die Lage Elisenberg(er) wird in einem Atemzug mit den anderen großen Lagen der Mosel wie Brauneberg, Piesporter Goldtröpfchen, Wehlener Sonnenuhr oder Scharzhofberger genannt. Auch wurde unserem Betrieb bis heute mehrfach die Ehre zuteil, Weine aus diesem Weinberg an das englische Königshaus zu liefern.

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